Im Elektronikhandel gibt es robuste Tablets von Blackview, Oukitel und Ulefone, und wer ein Outdoor-Tablet sucht, stößt auf sie früh. Dieser Beitrag legt von jeder der drei Marken ein aktuelles Tablet neben drei Tablets aus unserem Sortiment. Die Werte der Fremdgeräte stammen allein von den Herstellerseiten und wurden am 26. und 27.10.2026 abgerufen. Was eine Seite nicht nennt, steht in den Tabellen als «nicht angegeben». Unsere Werte kommen aus den Datenblättern auf robustbook.bitblade.io. Blackview, Oukitel, Ulefone und Cat führen wir nicht; verbindlich sind immer die aktuellen Angaben des jeweiligen Herstellers. Preise nennt der Beitrag nicht.
Wir haben je Marke ein Modell gewählt, dessen Herstellerseite vollständige technische Daten zeigt: das Blackview Active 12 Pro, das Oukitel RT11 und das Ulefone Armor Pad 5 Ultra. Andere Modelle derselben Marken haben andere Werte, vor allem beim Display, beim Gewicht und beim Akku.
| Gerät (Herstellerangabe) | Display | Schutz und Prüfnorm | Helligkeit | Betriebstemperatur | Gewicht | Akku | System und Updates |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blackview Active 12 Pro | 11 Zoll, FHD+ IPS, 90 Hz | IP68 und IP69K, MIL-STD-810H | 650 Nits | -20 °C bis 60 °C | 1522 g | 30000 mAh; Wechselbarkeit nicht angegeben | Android 15 (DokeOS_P 4.2); drei Jahre Android-Versionsupdates; Sicherheitspatches nicht angegeben |
| Oukitel RT11 | 8,0 Zoll, 800 x 1280, IPS | IP68 (1,5 m, 30 Minuten), IP69K, MIL-STD-810H | 500 Nits (typisch) | -20 °C bis 55 °C | 625 g | 10000 mAh; Wechselbarkeit nicht angegeben | Android 16.0, OTA: ja; Updatezeitraum nicht angegeben |
| Ulefone Armor Pad 5 Ultra | 11 Zoll, 1920 x 1200, 90 Hz | IP68 (1,5 m, 30 Minuten), IP69K, MIL-STD-810H | nicht angegeben | nicht angegeben | 1600 g | 24200 mAh, fest eingebaut | Android 15; die Spezifikationsliste der Produktseite nennt Android 16 (OTA); Updatezeitraum nicht angegeben |
Quellen: blackview.hk, oukitel.com und ulefone.com mit der Spezifikationsseite, abgerufen am 26. und 27.10.2026.
Alle drei Hersteller nennen IP68, IP69K und MIL-STD-810H. Oukitel und Ulefone geben für IP68 die Prüfbedingung an: 1,5 m Wassertiefe für 30 Minuten, Ulefone zusätzlich nach IEC 60529. Blackview schreibt in einer Überschrift «IP69» und in der Spezifikationstabelle «IP68&IP69K»; wir übernehmen die Tabelle. Zur MIL-STD-810H schreibt Blackview, das Gerät habe Prüfungen durchlaufen, ohne dass die Seite Methoden oder Prüfwerte aufführt. Oukitel und Ulefone nennen nur die Norm. Ulefone weist außerdem darauf hin, dass der Schutz gegen Wasser und Staub nicht dauerhaft sei und durch normale Abnutzung nachlassen könne; Flüssigkeitsschäden deckt die Garantie nach dieser Seite nicht ab.
Beim Akku stehen die Angaben nicht auf gleicher Grundlage. Ulefone gibt 24200 mAh an und rechnet selbst auf 12100 mAh bei 7,74 V um, das sind rund 93,7 Wh. Blackview und Oukitel nennen keine Spannung, daher lässt sich ihre Energie nicht in Wh umrechnen. Blackview schreibt zu den Updates: drei Jahre große Android-Versionsupdates, von Android 15 bis Android 17. Für Sicherheitspatches nennt keine der drei Seiten einen Zeitraum.
Wir wollten auch ein Cat-Tablet aufnehmen. Die frühere Herstellerseite catphones.com hat bei unserer Prüfung am 27.10.2026 nicht geantwortet: Für die Domain ist kein Server eingetragen, und www.catphones.com ist nicht auflösbar. Eine andere Herstellerseite zu einem aktuellen Cat-Tablet haben wir nicht gefunden. Ohne Herstellerquelle schreiben wir keine Werte auf. Wer ein Cat-Tablet im Handel findet, sollte sich das Datenblatt und den Garantiegeber nennen lassen, bevor er es mit einem anderen Gerät vergleicht.
Die zweite Tabelle zeigt drei Tablets mit gleicher oder ähnlicher Bildschirmgröße, zwei mit Android und eines mit Windows. Die Werte stammen aus unseren Datenblättern, die sich ihrerseits auf Herstellerdatenblätter von Getac, Fieldbook (Logic Instrument) und Durabook stützen.
| Modell | Display | Schutz und Prüfnorm | Helligkeit | Betriebstemperatur | Gewicht | Akku | System |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Getac ZX10 G2 | 10,1 Zoll, 1920 x 1200 | IP66, MIL-STD-810H | 1000 Nits | -29 °C bis 63 °C | 906 g | 3,88 V, 4990 mAh; optional 9980 mAh; LifeSupport-Technologie für Akkuwechsel | Android 15.0 |
| Fieldbook N101G2 | 10,1 Zoll, 1200 x 1920 | IP65, MIL-STD-810H | 700 Nits | -20 °C bis 60 °C | 1,14 kg | 3,8 V, 10000 mAh, werkzeuglos wechselbar | Android 14 mit Google-Diensten |
| Durabook R10 | 10,1 Zoll, 1920 x 1200 | IP66, MIL-STD-810H, MIL-STD-461F | 1000 Nits | -29 °C bis 63 °C | 1,2 kg | 11,4 V, 4400 mAh; optional 8700 mAh; optional Überbrückungsakku (1 Min. Tauschzeit) | Windows 11 Professional |

Bild: Getac ZX10 G2, Produktfoto von robustbook.bitblade.io.
Aus Spannung und Kapazität ergeben sich beim ZX10 G2 rund 19,4 Wh, beim N101G2 38 Wh und beim R10 rund 50,2 Wh im Standardakku. Das ist Rechnung, keine Herstellerangabe. Das Ulefone-Tablet liegt mit 93,7 Wh darüber, hat aber keinen wechselbaren Akku.
Die Schutzarten allein trennen die beiden Gruppen nicht. Die drei Handelsgeräte nennen IP68 und IP69K, unsere drei Tablets IP65 und IP66. Bei IP68 wird Untertauchen geprüft, bei IP66 starkes Strahlwasser, bei IP69K nach Blackviews Beschreibung Hochdruck- und Heißwasserstrahlen; was die Ziffern im Einzelnen bedeuten, erklärt der Beitrag IP-Schutzklassen. Nach den Zahlen liegen die Handelsgeräte hier mindestens gleichauf. Die Unterschiede liegen an anderen Stellen.
Das Ulefone-Tablet hat einen fest eingebauten Akku, und der Hersteller warnt, dass ein Ausbau das Gerät beschädigen kann. Bei Blackview und Oukitel steht zur Wechselbarkeit nichts auf der Seite. Beim Fieldbook N101G2 ist der Akku werkzeuglos wechselbar, beim ZX10 G2 nennt das Datenblatt die LifeSupport-Technologie für den Akkuwechsel, beim R10 einen Überbrückungsakku mit einer Minute Tauschzeit. Wer in Schichten arbeitet und das Gerät nicht ausschalten will, braucht diese Eigenschaft; wer das Tablet abends lädt, braucht sie nicht. Mehr dazu im Beitrag Wechselakku und Hot-Swap.
Bei der Betriebstemperatur reichen das ZX10 G2 und das R10 von -29 °C bis 63 °C, das N101G2 von -20 °C bis 60 °C. Blackview nennt -20 °C bis 60 °C, Oukitel -20 °C bis 55 °C, Ulefone keinen Bereich. Bei der Helligkeit stehen 1000 Nits (ZX10 G2, R10) und 700 Nits (N101G2) gegen 650 Nits bei Blackview und 500 Nits bei Oukitel; Ulefone nennt keinen Wert.
Alle sechs Geräte nennen MIL-STD-810H, und keine der sechs Seiten legt Methoden und Prüfwerte offen. Beim Durabook R10 nennt das Datenblatt zusätzlich MIL-STD-461F, die Norm für elektromagnetische Verträglichkeit. Auf den drei Handelsseiten fanden wir dazu ebenso wenig wie zu ATEX oder anderen Zulassungen für explosionsgefährdete Bereiche. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt; es heißt, dass die Hersteller sie dort nicht angeben. Wer sie verlangt, muss einen Nachweis anfordern. Zu Normen und Falltests siehe MIL-STD-810 bei Laptops und Tablets.
Die Handelsseiten nennen USB-C (bei Oukitel als USB 3.0, bei Ulefone als USB 2.0; Blackview nennt den USB-Typ nicht), SIM-Fächer und microSD. Ein Docking-Anschluss, RJ45 oder RS-232 steht dort nicht. Bei uns hat das ZX10 G2 einen Docking-Anschluss, das N101G2 RJ45 und einen Pogo-Anschluss für Dockingstationen, das R10 Thunderbolt 4, RJ45 und optional RS-232. Bei der Garantie nennen die Handelsseiten die Dauer nicht, Oukitel und Ulefone legen eine Garantiekarte bei. Unsere Datenblätter nennen für das R10 die Optionen «Erweiterte Garantie» und «Erweiterte Akku-Garantie», aber keine Standarddauer; für ZX10 G2 und N101G2 steht keine Garantiedauer im Datenblatt. Zum Updatezeitraum gilt dasselbe wie bei den Fremdgeräten: Blackview nennt drei Jahre Android-Versionen, bei unseren Datenblättern steht kein Zeitraum. Fragen Sie danach, bevor Sie bestellen.
Ein Datenblatt sagt, was der Hersteller zusichert, nicht, wie lange das Gerät auf Ihrer Baustelle, in Ihrem Kühlhaus oder auf Ihrem Gabelstapler läuft. Blackview schreibt selbst, die Prüfungen fänden unter Laborbedingungen statt und Ergebnisse im Alltag könnten abweichen. Das gilt für jede Marke, auch für unsere. Drei Dinge lassen sich nur klären, indem Sie sie vor dem Kauf prüfen: ob die Anwendung auf Android oder auf Windows läuft (dazu Windows oder Android auf dem robusten Tablet), ob das Gerät in Ihre Mobilgeräteverwaltung passt und ob es im Einsatz einen Dock, eine Fahrzeughalterung oder eine serielle Schnittstelle braucht.
Für einen Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen nennt keines der sechs hier verglichenen Tablets eine Zulassung. Dafür braucht es Geräte mit eigener Ex-Kennzeichnung; die Datenblätter der hier genannten Modelle führen keine.
Ein Tablet aus dem Handel kann genügen, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Es bleibt überwiegend im Schatten oder unter Dach, es läuft nur eine Schicht ohne Akkuwechsel, und niemand verlangt Zulassungen, Dockingstationen oder eine zugesicherte Verfügbarkeit des Modells über mehrere Jahre. Das trifft auf ein privates Outdoor-Tablet zu, auch auf manches Zweitgerät im Betrieb. Die Datenblätter zeigen für Blackview, Oukitel und Ulefone solide Zahlen bei Wasser, Staub und Fall.
Ein Industrie-Tablet wird nötig, wenn eine dieser Bedingungen fehlt. Das sind vor allem Frost unter -20 °C, direkte Sonne bei 1000 Nits, ein Akku, den Sie im Betrieb tauschen, ein Fahrzeugdock oder eine Schnittstelle wie RS-232. Die Seite Industrie-Tablet ordnet diese Anforderungen ein, die Vergleichstabelle Tablets listet unsere Modelle nebeneinander. Für das iPad auf der Baustelle gibt es einen eigenen Beitrag: iPad auf der Baustelle oder robustes Tablet.
Blackview selbst nennt das Active 12 Pro ein Rugged-Tablet und führt Bau, Landwirtschaft und Rettungsdienste als Einsatzfelder an. Als Industrie-Tablet bezeichnen wir Geräte mit Eigenschaften wie wechselbarem Akku, Docking, Schnittstellen und dokumentierten Zulassungen. Solche Angaben fehlen auf der Blackview-Seite, und es steht dort nicht, dass sie fehlen müssen; sie sind einfach nicht angegeben.
Nach den Herstellerseiten Blackview mit 30000 mAh gegen 24200 mAh bei Ulefone. Ulefone rechnet 24200 mAh auf 12100 mAh bei 7,74 V um, Blackview nennt keine Spannung. Ob die Blackview-Zahl auf dieselbe Weise gemeint ist, geht aus der Seite nicht hervor; ein Vergleich in Wh ist deshalb nicht möglich.
Ja, das Oukitel RT11 nennt IP68 (1,5 m, 30 Minuten), IP69K und MIL-STD-810H. Auf der Produktseite des RT11 steht keine Fallhöhe. Für andere Oukitel-Modelle gelten andere Werte; prüfen Sie die Seite des Modells, das Sie kaufen wollen.
Nein. Wir führen Getac, Durabook, Fieldbook, RuggON und Archos. Die Fremdgeräte stehen hier nur im Vergleich.
Wer ein robustes Tablet für gemäßigtes Klima, kurze Schichten und ohne Dock sucht, findet bei Blackview, Oukitel und Ulefone Geräte mit IP68, IP69K und MIL-STD-810H; die Seiten nennen bei Blackview 650 Nits, bei Oukitel 500 Nits, bei Ulefone keinen Wert. Wer bei -29 °C arbeitet, 1000 Nits in der Sonne braucht, den Akku im Betrieb wechseln will oder RJ45, RS-232 oder Dock verlangt, kommt mit dem Getac ZX10 G2, dem Fieldbook N101G2 oder dem Durabook R10 besser zurecht. Wer Windows braucht, nimmt das R10. Für Ex-Zonen nennt keines der sechs Geräte eine Zulassung.
Das RobustBook-Team prüft mit Ihnen, welche Angaben Ihr Einsatz verlangt, und nennt die passende Konfiguration.