Die Datenblätter des Durabook R11 und des Durabook S15 nennen den Core i5-1235U und als Option den Core i7-1255U. Das Fieldbook P122G2 gibt es laut Datenblatt nur mit dem i7-1255U. Beide Prozessoren gehören zur 12. Generation der Intel-Core-Reihe, und auf den Intel-Seiten stehen sie dicht beieinander: Beide haben 10 Kerne, 12 Threads und 12 MB Cache. Der Unterschied steckt in wenigen Zahlen. Dieser Beitrag legt sie nebeneinander, zeigt, welche Geräte aus unseren Datenblättern die Prozessoren nennen, und sagt, bei welchen Aufgaben sich die höhere Stufe lohnt. Die Prozessorwerte stammen von den Spezifikationsseiten auf intel.com (ARK), abgerufen am 20.10.2026. Typenbezeichnungen und Einträge ändern sich, prüfen Sie den Stand deshalb vor einer Bestellung. Preise nennen wir nicht. Zur vPro-Frage, die bei beiden Typen mitläuft, gibt es den Beitrag Intel vPro in robusten Notebooks und Tablets.
Intel gibt für den Core i5-1235U und den Core i7-1255U das erste Quartal 2022 als Erscheinungszeitraum an und Intel 7 als Fertigung. Beide haben 2 Performance-Kerne und 8 Effizienz-Kerne, zusammen 10 Kerne und 12 Threads. Der Cache ist bei beiden 12 MB Intel Smart Cache groß.
Auch beim Leistungsrahmen und bei den Schnittstellen unterscheiden sie sich nicht. Intel nennt für beide 15 W Basisleistung und 55 W maximale Turbo-Leistung. Beim Arbeitsspeicher gibt Intel bis zu 64 GB bei 2 Speicherkanälen an. Unterstützt werden DDR5 bis 4800 MT/s, DDR4 bis 3200 MT/s, LPDDR5 bis 5200 MT/s und LPDDR4x bis 4267 MT/s. Dazu kommen bis zu 20 PCIe-Lanes (am Prozessor PCIe Gen 4), Thunderbolt 4 und bis zu 4 Displays: über HDMI bis 4096 x 2304 bei 60 Hz, über DisplayPort bis 7680 x 4320 bei 60 Hz. Die maximale Betriebstemperatur des Chips (Tjunction) beträgt bei beiden 100 °C, und beide führt Intel unter „Intel vPro Essentials“.
Der Wechsel vom i5 zum i7 bringt daher weder mehr Kerne noch mehr Cache noch mehr Arbeitsspeicher noch eine andere vPro-Stufe. Auch Thunderbolt 4 gibt es mit beiden: Das Durabook R11 und das Durabook S15 haben laut Datenblatt je einen solchen Anschluss. Was er im Alltag leistet, steht im Beitrag Thunderbolt 4 am robusten Notebook: Nutzen und Grenzen.
Die Intel-Seiten weichen in vier Werten voneinander ab:
| Merkmal | Core i5-1235U | Core i7-1255U |
|---|---|---|
| Maximaler Turbo-Takt der Performance-Kerne | 4,4 GHz | 4,7 GHz |
| Maximaler Turbo-Takt der Effizienz-Kerne | 3,3 GHz | 3,5 GHz |
| Grafikeinheiten (Execution Units) | 80 | 96 |
| Maximale dynamische Grafikfrequenz | 1,20 GHz | 1,25 GHz |
Rechnerisch liegt der Spitzentakt der Performance-Kerne beim i7-1255U rund 7 % über dem des i5-1235U, bei den Effizienz-Kernen rund 6 %. Dazu kommen 16 Grafikeinheiten mehr, also ein Fünftel. Das sind Obergrenzen, keine Dauerwerte. Auf den abgerufenen Seiten steht weder ein Basistakt der Kerne noch ein Benchmarkwert. Deshalb nennen wir keinen Prozentwert für die Leistung in Anwendungen; die Rechnung betrifft nur die Obergrenzen des Takts.
Intel schreibt bei beiden Prozessoren „Intel Iris Xe Graphics eligible“ und nennt auf den abgerufenen Seiten keine Bedingung dafür. Unsere Datenblätter geben zur integrierten Grafik nichts an. Wenn die Grafikleistung für Ihre Anwendung zählt, klären wir das vor dem Angebot.
Beim Leistungsrahmen sind die Prozessoren nach Intels Angaben gleich: 15 W Basisleistung und 55 W maximale Turbo-Leistung. Beim i7-1255U führt Intel zusätzlich 12 W als Minimum Assured Power auf; auf der Seite des i5-1235U fehlt dieser Eintrag. Der höhere Takt des i7 kommt also aus demselben Leistungsrahmen. Wie lange ein Gerät einen hohen Takt hält, hängt vom Gehäuse und von der Kühlung ab. Intel nennt dazu keine Dauerwerte, und unsere Datenblätter nennen weder eine Dauerleistung noch einen Lüfter. Unsere Einschätzung, keine Aussage von Intel: In einem geschlossenen Gehäuse bei hoher Umgebungstemperatur kann der Unterschied zwischen den Stufen im Dauerbetrieb kleiner ausfallen, als die Turbo-Werte vermuten lassen.
Zwei Temperaturangaben sollten Sie nicht verwechseln. Die 100 °C von Intel sind die maximale Betriebstemperatur des Chips. Die Datenblätter des Durabook R11 und des Durabook S15 nennen -20 °C bis 60 °C als Betriebstemperatur des Geräts, das Datenblatt des Fieldbook P122G2 -20 °C bis +60 °C. Was die Geräteangabe im Einsatz bedeutet, steht im Beitrag Betriebstemperatur: was −20 °C bis 60 °C in der Praxis bedeutet.
Auch die Akkulaufzeit steht in den Datenblättern nur einmal je Gerät und nicht je Prozessor: 8,5 Std. beim Durabook R11 mit 3950 mAh (optional 6900 mAh mit 15 Std.) und 12 Std. beim Durabook S15 mit 7600 mAh. Ob der i7-1255U die Laufzeit gegenüber dem i5-1235U verkürzt, geben die Datenblätter nicht an. Bei höherem Takt steigt die Leistungsaufnahme in Lastspitzen; wie stark das eine Schicht beeinflusst, hängt vom Lastprofil ab. Wer eine volle Schicht ohne Ladepause braucht, plant besser über die Akkuoption oder den Wechselakku, siehe Wechselakku und Hot-Swap: Dauerbetrieb ohne Herunterfahren.
Fünf unserer Datenblätter nennen einen der beiden Prozessoren. Drei davon führen wir in der Tabelle auf; sie stammt aus den Kerndatentabellen der Datenblätter.
| Gerät | Display | Prozessor laut Datenblatt | Arbeitsspeicher | Akku | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Durabook R11 | 11,6 Zoll | Core i5-1235U mit vPro; optional Core i7-1255U mit vPro | 8 GB (DDR5, 4800 MHz, 1 Steckplatz), optional bis 32 GB | 3950 mAh, 8,5 Std.; optional 6900 mAh, 15 Std. | 1,2 kg |
| Durabook S15 | 15,6 Zoll | Core i5-1235U mit vPro (Standard); optional Core i7-1255U mit vPro | 8 GB bis 64 GB (DDR5, 4800 MHz, 2 Steckplätze) | 7600 mAh, 12 Std. | 2,6 kg |
| Fieldbook P122G2 | 12,2 Zoll | Core i7-1255U | 16 GB | 6300 mAh, werkzeuglos wechselbar | 1600 g |
Beim Arbeitsspeicher setzt bei den Durabook-Geräten das Gerät die Grenze, nicht der Prozessor: Intel nennt für beide Typen 64 GB, das Durabook R11 geht laut Datenblatt bis 32 GB, das Durabook S15 bis 64 GB. Die Datenblätter beider Geräte führen die Prozessoren „mit vPro“; Intel ordnet beide der Stufe Essentials zu, die Folgen stehen im vPro-Beitrag. Das Fieldbook P122G2 nennt im Datenblatt nur den i7-1255U, eine Wahl zwischen den Stufen gibt es dort nicht. Wer beim Durabook S15 mehr Grafikleistung braucht, prüft statt der Prozessorstufe die separate Grafikkarte NVIDIA RTX A500, die das Datenblatt unter den integrierten Optionen aufführt. Weitere Merkmale dieser Geräte zeigen die Vergleichstabelle Laptops und die Vergleichstabelle Tablets.
Zwei weitere Datenblätter nennen die Prozessoren, stehen aber nicht in der Tabelle.Beim Getac UX10-EX nennt das Datenblatt seit dem 20.10.2026 die 5. Generation mit Intel Core Ultra; die Core-i-Prozessoren der 12. Generation gehören zur abgelösten Vorgängergeneration.
Der i7-1255U bringt gegenüber dem i5-1235U einen höheren Spitzentakt und mehr Grafikeinheiten, mehr nennt Intel nicht. Ein Rechenbeispiel: Braucht eine Aufgabe, die nur vom Takt abhängt, auf dem i5-1235U 10 Sekunden, spart der um rund 7 % höhere Takt des i7-1255U weniger als eine Sekunde. Bei kurzen Aufgaben fällt das kaum auf. Bei langen, gleichmäßigen Lasten summiert es sich, sofern das Gerät den Takt hält.
Nach unserer Einschätzung lohnt sich die höhere Stufe in diesen Fällen:
Hinzu kommt die Reserve. Bleibt ein Gerät mehrere Jahre im Einsatz und wird die Software in dieser Zeit anspruchsvoller, ist ein Takt von 7 % mehr eine kleine Reserve, aber eine. Nicht gerechtfertigt ist die höhere Stufe nach unserer Einschätzung, wenn das Gerät vor allem Formulare, Webanwendungen, Datenerfassung oder Ticketsysteme ausführt.
Wer zwischen der Prozessorstufe und der Konfiguration abwägt, sollte diese Optionen aus den Datenblättern mit einbeziehen:
Zwei verwandte Prozessoren tragen bei Intel die Stufe Enterprise. Der Core i5-1245U hat in allen hier verglichenen Werten dieselben Angaben wie der i5-1235U: 10 Kerne, 12 Threads, 12 MB Cache, bis 4,4 GHz bei den Performance-Kernen, bis 3,3 GHz bei den Effizienz-Kernen, 80 Grafikeinheiten, 1,20 GHz Grafikfrequenz, 15 W und 55 W. Der Core i7-1265U erreicht 4,8 GHz und 3,6 GHz, hat 96 Grafikeinheiten mit 1,25 GHz und stimmt sonst mit dem i7-1255U überein.
Zwischen dem i5-1235U und dem i5-1245U liegt der Unterschied in diesen Werten also allein in der vPro-Stufe: Intel führt den i5-1245U unter Enterprise, den i5-1235U unter Essentials. Wer Fernverwaltung ohne laufendes Betriebssystem braucht, entscheidet das über die Stufe und nicht über den Takt.
Nein. Intel nennt für beide 10 Kerne, davon 2 Performance-Kerne und 8 Effizienz-Kerne, sowie 12 Threads. Der i7-1255U taktet bei den Performance-Kernen bis 4,7 GHz, der i5-1235U bis 4,4 GHz.
Nach Intel nicht: Bei beiden Prozessoren sind bis zu 64 GB möglich. Die Grenze setzt das Gerät. Das Durabook R11 geht laut Datenblatt bis 32 GB, das Durabook S15 bis 64 GB.
Nein. Intel führt beide Prozessoren als Intel vPro Essentials. Die Fernverwaltung mit Intel AMT gibt es nach Intel nur bei vPro Enterprise, zum Beispiel beim i5-1245U.
Das Datenblatt nennt nur den i7-1255U und keine Variante mit einem anderen Prozessor. Ob eine andere Prozessorvariante möglich ist, klären wir vor dem Angebot mit dem Hersteller.
Für Formulare, Webanwendungen und Datenerfassung genügt nach unserer Einschätzung der i5-1235U. Wer ein Tablet mit 11,6 Zoll sucht, nimmt das Durabook R11 mit dem i5-1235U. Wer die Rechenreserve will, wählt dort den i7-1255U als Option und prüft zuerst Arbeitsspeicher und Akku. Wer ein Notebook mit 15,6 Zoll braucht, wählt das Durabook S15 und bei Grafikbedarf zuerst die separate Grafikkarte NVIDIA RTX A500. Das Fieldbook P122G2 mit 12,2 Zoll und IP65 ist die Wahl, wenn der i7-1255U ohnehin gewünscht ist; sein Datenblatt nennt 650 Nits, das Datenblatt des R11 optional 1000 Nits.
Für diese Fälle ist keines der drei Geräte allein die Antwort: Aufgaben mit viel paralleler Rechenlast oder 3D-Grafik, bei denen nur ein Test mit Ihrer Software zeigt, ob 2 Performance-Kerne reichen, und Einsätze, die Fernverwaltung bei nicht startendem System brauchen, denn beide Prozessoren sind vPro Essentials. Vor dem Angebot klären wir, welcher Prozessor in der Konfiguration steckt und ob die Intel-Angaben noch dem Stand dieses Beitrags entsprechen.
Bei der Wahl der Prozessorstufe unterstützt Sie das RobustBook-Team gerne.